Schlacht um die Grenzarbeit

Blutige Zusammenstöße zwischen ArbeiterInnen der Baluchen-Minderheit und dem iranischen Regime

Seit dem 22.02. kommt es in Baluchistan im südöstlichen Iran zu teils tödlichen Zusammenstößen zwischen den prekärsten Teilen der arbeitenden Klasse und dem islamisch-faschistischen Regime. Die brutale Unterdrückung der ArbeiterInnen und Minderheiten im Iran ist ebenso wenig neu wie die Proteste dagegen. Angriffe aus der Luft und mit derart schweren Waffen wie aktuell in Baluchistan sind jedoch auch vonseiten des iranischen Regimes eine seltene Ausnahme.

Wie jeden Tag machten sich auch am 22.02. Baluchen, die in Baluchistan lebende Minderheit, auf den Weg, den Treibstoff vom iranischen Baluchistan über die Grenze nach Pakistan zu bringen. Was vielen Menschen in der Region als einzige Einkommensquelle bleibt, wird vom iranischen Regime als illegal deklariert. Dieser Gesetzeslage verlieh die „Revolutionsgarde“ Sepah (auf Iranisch Sepah Pasdaran Islami, kurz Sepah) am 22.02. lebensbedrohlichen Nachdruck: Sie schloss die Grenze und eröffnete dann das Feuer auf die protestierenden Waren-Transporteure. Sie tötete mehrere Menschen aus den ärmsten Familien in der Region und verletzte viele weitere zum Teil schwer. Die getöteten und verletzten Menschen sind weder die Besitzer der Waren noch der Autos. Sie mussten als Autofahrer ihre Arbeitskraft täglich und stündlich verkaufen, um ihr Leben zu finanzieren. Für eine Fahrt erhielten sie 50 Cent.
 

Die Lage der arbeitenden Klasse und Minderheit in Baluchistan

Die Lage in Baluchistan ist ähnlich wie die Lage im iranischen Kurdistan und in den Städten, in denen die Mehrheit der Bevölkerung direkt oder indirekt und mit großen Schwierigkeiten vom Transport von Waren über die Grenze lebt. Baluchistan im Südosten des Iran ist eine der ärmsten Region des Landes. Die meisten Menschen in Baluchistan haben weder einen festen Arbeitsplatz noch Zugang zu institutioneller Bildung. Es fehlt an Schulgebäuden und selbst an genügend sauberem Trinkwasser. Die Mehrheit der ArbeiterInnen ist entweder arbeitslos oder verdient ihren Unterhalt durch die Arbeit an der Grenze zu Pakistan. Die ArbeiterInnen transportieren Treibstoff vom Iran über die Grenze nach Pakistan und bringen teilweise Reis aus Pakistan in den Iran. Der Staat befindet das für illegal und bekämpft diese Arbeit: Ein Staat wohlgemerkt, an dessen Spitze die sogenannte „Revolutionsgarde“ (Sepah) die größte Verteilerin von Opium und anderen harten Drogen ist. Sepah ist in ihrer Funktion vergleichbar mit einer faschistischen Organisation wie der SS. Als Drogen-Mafia und terroristische Organisation macht sie Jagd auf Kommunisten und Partisanen in den Bergen Kurdistans und terrorisiert die gesamte Region des Nahen Osten neben anderen faschistischen Organisationen und Armeen wie die türkische, saudi-arabische und israelische Armee, die Freie Syrische Armee, ISIS und die US-Truppen. 

Die Anthropologie der „neuen“ Linken in Deutschland


Diese Arbeit ist Produkt meiner Erfahrung in den letzten sieben Jahren mit den „neuen“ Linken in Deutschland und gleichzeitig eine theoretische Kritik der falschen Praxis der sogenannten „neuen“ Linken. Ich nehme die Linkspartei als ein Beispiel und ein Dach, unter dem alle diese Kräfte trotz ihrer Kritik an dieser oder jener Position der Linkspartei irgendwie gezwungen sind, mit der Linkspartei zu arbeiten oder eine Koalition mit ihr einzugehen. Die trotzkistischen Gruppen sind ebenso ein Beispiel dafür wie die IL. Der Konsens und Pluralismus sind die neue Religion dieser uneinheitlichen Strömungen. Mit Konsens und Pluralismus meinen sie eigentlich die Abschaffung jeder Art der „Freiheit der Kritik“ im Sinne von Lenin und die Überwindung der Dialektik. Habermas hat schon längst diese reaktionären, antidialektischen, naiven Auffassung in seiner „Theorie des kommunikativen Handelns“ dargelegt und vertreten. Er ging davon aus, eine „neue“ Auffassung des Marxismus zu vertreten, aber das war genau die Integration in die reaktionäre bürgerliche Logik innerhalb der bestehenden Ordnung für das Aufrechterhalten des Kapitalismus.

Hier versuche ich, möglichst knappt meine Beobachtungen zu theoretisieren und die Philosophie der Praxis anzuwenden. Diese Analyse darf nicht als journalistischer Texte oder ethnologische Feldforschung verstanden werden, obwohl ich teilweise eine anthropologische Methode verwende. Die Anthropologie wird hier als Methode benutzt und gegen den anthropologischen Positivismus und Skeptizismus verwendet, die weltweit getrieben werden. Die naive positivistische Gleichgültigkeit der heutigen postmodernen Ethnologie und Anthropologie teile ich nicht, sondern ich stelle mich mit all meinen Kräften auf die Seite der Unterdrückten und das Proletariats, zu dem ich selbst gehöre. Ideologisch vertrete ich den orthodoxen Marxismus. In Laufe des Textes zeige ich, was ich unter orthodoxem Marxismus verstehe. 

Diese Kritik soll nicht zur Enttäuschung von der politischen linken Arbeit führen mit dem Ergebnis der Resignation, sondern als eine Kritik, die im Interesse der Radikalisierung der linken und Arbeiterbewegung ihre Wirkung in der politischen Reflexion der radikaleren Mitglieder der „neuen“ Linken entfalten soll. Es geht mir hier nicht um ein reines Schlechtreden der „neuen“ Linken, sondern auch darum, positive Ansätze und Anknüpfungspunkte herauszuarbeiten.

Our Story

We all have a passion. This is mine! From an early age, I decided to master my craft. And I’ve been learning ever since.